Sarkoidose (Morbus Boeck) ist eine entzündliche Erkrankung mit akutem oder chronischem Verlauf, die verschiedene Organe betreffen kann. Typisch sind knötchenförmige Gewebeveränderungen (Granulome), die die Funktion der betroffenen Organe beeinträchtigen. Am häufigsten sind die Lungen betroffen.
Obwohl die Sarkoidose bei mehr als der Hälfte der Patienten einen gutartigen Verlauf nimmt und innerhalb von drei Jahren ausheilt, besteht das Risiko einer Chronifizierung. Ein chronischer Verlauf ist mit erhöhter Sterblichkeit assoziiert – häufig im Zusammenhang mit Lungen- oder Herzbeschwerden.
Chronische Sarkoidose kann über mehrere Jahrzehnte andauern. Daher sind das Monitoring und eine Vorhersage des Krankheitsverlaufs essenziell für ihre Behandlung.
Eine immunsuppressive Behandlung ist indiziert, wenn die Erkrankung zu klinisch relevantem Gewebeschaden führt oder die Lebensqualität der Patienten beeinträchtigt ist.
Die Diagnostik der Sarkoidose ist herausfordernd, da die Symptome vielfältig sind und von Person zu Person stark variieren können. Entsprechend ist die diagnostische Vorgehensweise wenig standardisiert und umfasst mehrere Schritte.
Zur weiteren Abklärung kommen bildgebende Verfahren und Lungenfunktionstests zum Einsatz. Ein zentrales diagnostisches Element ist die Biopsie, mit deren Hilfe das Vorliegen nicht nekrotisierender Granulome bestätigt werden kann.
Etwa 60 % der Patienten mit Sarkoidose zeigen eine erhöhte Konzentration des Angiotensin-konvertierenden Enzyms (ACE) im Serum oder Heparinplasma. Unter immunsuppressiver Therapie sinkt der ACE-Spiegel in der Regel ab.
Die serologische Bestimmung der ACE-Konzentration ist daher besonders hilfreich für das Monitoring und die Beurteilung des Krankheitsverlaufs nach Therapiebeginn.
Filter techniques: